Freuen Sie sich auf einen 2-Tages-Workshop zum Thema der Farbfeldmalerei. Ob kraftvolle Blockkompositionen mit pastosem Farbauftrag nach dem Vorbild von Sean Scully, das Spiel aus harten und weichen Farbübergängen im Stil von Mark Rothko, farbige Punkte, Kreise und Reihungen wie Kuno Gonschior oder Ernst Wilhelm Nay, oder die intensive Auseinandersetzung mit einer einzelnen Farbe, inspiriert von Yves Klein oder Kasimir Malewitsch: im Mittelpunkt des Workshops steht das experimentelle Arbeiten mit Farbe in abstrakter, d.h. nicht-gegenständlicher Art und Weise. Die genannten Beispiele sollen als Anregungen dienen, jedoch ist das Ziel des Workshops über die Beschäftigung mit diesen ‚Vorbildern‘ aus der klassischen Moderne der Kunstgeschichte eine eigene Formensprache und Ausdrucksweise zu finden…
Über zwei Tage werden sich Teilnehmende dieses Workshops der Untersuchung der Wirkung von einer Farbe in Relation zu anderen Farben innerhalb des Bildes oder zu anderen Bildern einer Serie widmen. In der theoretischen Vorbesprechung wird zudem auf die Wirkung von einer Farbe auf einer anderen hingewiesen, die Lasurfähigkeit der unterschiedlichen Farbtöne besprochen, sowie maltechnische Techniken erläutert, die weiche Übergänge oder offenstehengelassene „Fugen“ im Untergrund mit in die Komposition einbeziehen.
Farbkontraste, Komposition und harte und weiche Übergänge sind dabei einige der Mittel, die zur Gestaltung des Bildes beitragen können. Die Komplexität dieses Themas liegt einerseits in der Reduktion der Formen und Farben, aber gleichzeitig um das Wissen der Wirkung von Farbe im Bild. Erlernen Sie sowohl mit Acryl- als auch mit Ölfarbe verschiedene Möglichkeiten Farbe im Bild zu schichten, ihr eine ‚Position im Bildraum zuzuweisen‘ und über die Wirkung von Lasur und pastoser Farbe nebeneinander.
Jede*r Teilnehmer*in ist aufgefordert im Kurs entweder ein großformatiges eigenes Farbfeldgemälde zu erschaffen oder auf kleineren Leinwänden seriell zu arbeiten. Für die erste Variante sollte vorzugsweise auf einem großen Format von 120 x 160 cm oder 100 x 140 cm gearbeitet werden. Da es teilweise auf die feinen Übergänge und Vermalungen ankommen wird, empfiehlt es sich für diesen Workshop insbesondere auf einem tiefen Keilrahmen (mit Abstand zwischen Leinwandgewebe und stützender Traverse) zu arbeiten.
Außerdem wäre es schön, wenn Sie für die theoretische Vorbesprechung am Anfang bereits einige Haupt-Farbkompositionen, mit denen Sie gerne in Ihrem Bild arbeiten möchten, als Skizze mitbringen könnten. So können bereits in der theoretischen Vorbesprechung spannende Optionen zur farblichen Umsetzung dieser Idee (welche darunterliegende Farbe würde welche Wirkung hervorrufen etc.) gemeinsam diskutiert werden.
„I do believe abstraction is and was meant to embody deep emotion. I believe that’s its job, in the history of art. “ Sean Scully
Hier können Sie sich zum 2-Tages-Workshop zur Farbfeldmalerei anmelden.